Kummer

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Kummer bezeichnet vor allem Liebeskummer als Folge unerwiderter oder zurückgewiesener Liebe. Der Begriff umfasst alle Beschwerden sowohl auf der körperlichen wie auch auf der seelischen Ebene.

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Kummer beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Beschwerden durch Schreck, Sorgen, Kummer und insbesondere Liebeskummer. Taubheitsgefühle und Missempfindungen wie Ameisenlaufen oder Kribbeln in Armen und Beinen. Zittern, Zuckungen, Krämpfe und Lähmungen ohne organische Ursache. Stellenweiser oder kompletter Haarausfall. Kopfschmerzen, als würde ein Nagel durch den Kopf getrieben. Herzklopfen. Starke Schläfrigkeit. Überempfindlich gegen Schmerzen. Innere Unruhe. Lautes Seufzen und Schluchzen. Zigaretten, Kaffee und Trost verschlimmern die Beschwerden. Besser durch Wärme und warme Anwendungen und beim Alleinsein. Ignatia
Beschwerden durch Liebeskummer in Verbindung mit einer Kränkung oder Demütigung. Die Patienten hören auf zu essen, sind hektisch, eifersüchtig und sinnen nach Rache. Hyoscyamus niger

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Kummer?

Bei Kummer kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Ignatia, Hyoscyamus niger. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Kummer homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Kummer in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Kummer zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!