Allium cepa

Andere Namen
Küchenzwiebel, Cepa, Allium
Stoffart
Heilpflanze
Typische Potenzen
Allium cepa wird häufig in den Potenzen D6, D12, C6 und C12 verwendet.
Hauptanwendungsbereiche
Erkältungen und grippale Infekte, Heuschnupfen, Blasenentzündungen, Halsentzündungen, Husten, Nagelbettentzündung, Stumpfneuralgien (Phantomschmerz).

Inhaltsangabe

Erscheinung

Allium cepa wirkt blass und erschöpft. Die Augen sind gerötet und verquollen. Die Nase läuft. Die Patienten wirken ängstlich, ärgerlich und verwirrt.

Allium cepa Anwendung

Allium cepa wird hauptsächlich zur Behandlung von Erkältungskrankheiten eingesetzt. Dabei ist das Mittel vor allem im Anfangsstadium der Erkrankung angezeigt. Die Patienten erkälten sich vor allem bei feuchtem und kaltem Wetter. Die Augen tränen und die Nase läuft. Die Tränen sind mild, während das Nasensekret ätzend ist. Die Haut an den Nasenlöchern reagiert rot und gereizt. Alle Beschwerden bessern sich an der frischen, kalten Luft.
Das Mittel ist hilfreich zur Behandlung von Schmerzen, die nach Nervenverletzungen oder nach Amputationen (Phantomschmerz) auftreten. Die Schmerzen werden von den Patienten als brennend oder stechend beschrieben.
Allium cepa ist ein wichtiges Mittel in der Notfallapotheke. Es hilft bei schmerzenden, wundgelaufenen Füßen. Besonders die Haut an den Fersen ist betroffen.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Blasenentzündungen und Reizblase Die Patienten sind zittrig und schwach. Sie leiden unter häufigem und schmerzhaftem Harndrang, bei dem nur geringe Mengen Urin ausgeschieden werden können. Schmerzhaftes Brennen beim Urinieren. Sowohl die Nierengegend wie auch die Blasenregion reagieren sehr schmerzhaft bei Berührung. Besser an der frischen Luft und durch Kälte.
Darmbeschwerden Übelriechende Blähungen und morgendlicher Durchfall nach dem Verzehr von Salat, Gurken oder verdorbenem Fisch.
Grippale Infekte/Erkältung Nase und Augen tränen stark. Das Nasensekret ist dünn-flüssig, wässrig und ätzt an den Nasenlöchern. Die Augen jucken, brennen und sind gerötet. Patienten reagieren sehr empfindlich auf Licht. Die Tränen sind mild. Während des Fiebers läuft es den Patienten kalt über den Rücken. Zu Anfang des Schnupfens können die Zähne schmerzen. Während der Erkältung haben die Patienten keinen Appetit, wohl aber Durst auf warme Getränke. Sobald die Patienten an die frische Luft gehen, bessern sich die Beschwerden.
Halsschmerzen Der Hals ist rau und trocken. Die Schmerzen strahlen vom Hals bis in die Ohren aus. Schlimmer abends und im warmen Zimmer. Besser durch kalte Getränke und an der frischen Luft.
Hautausschläge Bläschenartiger Hautausschlag wie nach dem Kontakt mit einer Brennnessel. Die Haut ist gerötet und sehr empfindlich gegenüber Berührung.
Heuschnupfen Jedes Jahr im Sommer wiederkehrender Fließschnupfen mit wundmachendem Sekret und mildem Tränenfluss. Besserung an der frischen Luft.
Husten Trockener und bellender Husten. Vor lauter Schmerzen fasst sich der Patient an den Kehlkopf. Es fühlt sich an, als würde der Husten den Kehlkopf zerreißen.
Kopfschmerzen Die Schmerzen treten in der Stirn auf und fühlen sich an, als ob ein elektrischer Schlag durch den Kopf gehen würde. Zusätzlich treten Druck und Benommenheit im Kopf auf. Die Beschwerden sind abends und im warmen Zimmer am schlimmsten. An der frischen Luft bessern sich die Kopfschmerzen.
Magenbeschwerden Magenkrämpfe nach Überessen und bei einer durch kalte Füße hervorgerufenen Erkältung.
Übelkeit und Aufstoßen nach dem Genuss von Salat.
Nagelbettentzündung Eitrige Entzündungen an den Fingern und den Zehen treten besonders häufig in der Schwangerschaft auf. Der betroffene Finger oder Zeh ist gerötet und geschwollen. Patientinnen verspüren ein Spannungsgefühl und pulsierende Schmerzen. Besser durch kalte Anwendungen.
Nervenschmerzen Ziehende Schmerzen im Bereich des Gesichtes und des Halses. Es fühlt sich an, wie ein langer Faden im Gesicht. Besser an der frischen, kalten Luft.
Verletzungen Wund gelaufene Füße und wund gescheuerte Stellen an den Fersen. Besser an der frischen Luft und durch kalte Anwendungen.

Verbesserung:

  • An der frischen Luft
  • Im kalten Zimmer
  • Nach dem Urinieren

Verschlechterung:

  • Im warmen Zimmer
  • Morgens und abends
  • Nass-kaltes Wetter
  • Licht
  • Gerüche
  • Jährlich zur selben Zeit (Heuschnupfen)

Weitere Anwendungshinweise

Allium cepa Wirkung

Allium cepa wirkt auf die Atemwege, die Haut, den Magen-Darm-Trakt, die Blase und die Nerven.

Allium cepa Dosierung

Zur Behandlung akuter Erkältungsbeschwerden eignen sich die D-Potenzen. Im Anfangsstadium werden von der D6-Potenz je 3 Globuli etwa alle halbe bis ganze Stunde eingenommen. Die Maximaldosis beträgt 5 mal 3 Globuli pro Tag. Sobald sich die Beschwerden bessern, werden die Einnahmeabstände vergrößert und so die Einnahmehäufigkeit verringert.
Die Beschwerden im Rahmen des Heuschnupfens werden häufig mit C-Potenzen behandelt. Von der C12-Potenz können 1 bis 2-mal täglich nach Bedarf jeweils 3 Globuli eingenommen werden.

Allium cepa in der Schwangerschaft

Allium cepa ist ein Mittel welches eher selten zur Behandlung schwangerschaftsbedingter Beschwerden eingesetzt wird. Es ist allerdings sehr gut geeignet um Erkältungskrankheiten, Blasenentzündungen und Heuschnupfen zu behandeln, wenn diese während der Schwangerschaft auftreten.
Das Mittel ist des Weiteren hilfreich bei Nagelbettentzündungen während der Schwangerschaft. Meist sind mehrere Finger betroffen und es ziehen rote Streifen den Arm hinauf. Die Schmerzen treiben die Schwangeren besonders abends zur Verzweiflung.

Allium cepa für das Baby

Allium cepa ist ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Erkältungen und grippalen Infekten von Babys. Das Mittel ist angezeigt im Frühstadium einer Erkrankung. Die Babys leiden unter Schnupfen und niesen häufig. Die Nase läuft ständig. Oberlippe und Nasenlöcher sind wund und gerötet. Auch die Augen tränen, wobei die Tränenflüssigkeit eher mild ist und nicht so ätzend wie das Nasensekret. Trotzdem sind die Augen gerötet und brennen. Allium cepa ist besonders hilfreich, wenn die Erkältung auf die Bronchien übergreift und sich Husten mit rasselnden Geräuschen entwickelt. Alle Beschwerden bessern sich an der frischen Luft.

Allium cepa für Pferd, Hund und Katze

Allium cepa wird zur Behandlung von Fließschnupfen mit häufigem Niesen bei Tieren eingesetzt. Die Beschwerden verschlechtern sich abends und beim Betreten eines warmen Raumes. Sie bessern sich, sobald die Tiere an die frische Luft kommen.
Das Mittel ist hilfreich bei Phantomschmerzen nach Amputationen. Abends und bei Zimmerwärme sind die Schmerzen am schlimmsten.

Allium cepa Nebenwirkungen

Zu Allium cepa gibt es keine Hinweise auf Nebenwirkungen. Zu Beginn der Einnahme kann es zu einer Erstverschlechterung kommen. Auch zu häufige Einnahme kann die Beschwerden verschlechtern. Das Mittel sollte dann nicht weiter eingenommen werden. Die gleichzeitige Einnahme von Knoblauch- oder Aloe-Präparaten kann die Wirkung von Allium cepa beeinträchtigen.

Häufige Fragen

Wann wird Allium cepa eingesetzt?

Allium cepa wird in der Homöopathie vor allem bei folgenden Beschwerden angewendet: Erkältungen und grippale Infekte, Heuschnupfen, Blasenentzündungen, Halsentzündungen, Husten, Nagelbettentzündung, Stumpfneuralgien (Phantomschmerz)..

Welche Potenzen von Allium cepa werden in der Selbstbehandlung empfohlen?

In der Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden vorrangig die Potenzen D6 und D12 verwendet. Typische Potenzen für Allium cepa: Allium cepa wird häufig in den Potenzen D6, D12, C6 und C12 verwendet..

Ist Allium cepa rezeptfrei erhältlich?

Allium cepa ist apothekenpflichtig und in den für die Selbstbehandlung üblichen Potenzen rezeptfrei erhältlich.

Kann ich Allium cepa selbst anwenden?

Bei leichten bis mittelschweren akuten Beschwerden ist eine homöopathische Selbstbehandlung mit Allium cepa möglich. Bei chronischen Erkrankungen, unklaren Symptomen oder ausbleibender Besserung wenden Sie sich bitte an eine Heilpraktikerin oder einen Arzt.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!