Ledum

Andere Namen: Sumpfporst, Ledum palustre

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: Häufig verwendete Potenzen sind D6, D12, C6 und C12.

Hauptanwendungsbereiche: Hexenschuss, Gicht, Insektenstiche, Tierbisse, blaues Auge, Verstauchungen

Inhaltsangabe

Erscheinung

Ledum-Patienten sind häufig zarte und blasse Menschen. Obwohl sie ständig frieren, verschlechtern Wärme und warme Anwendungen ihre Beschwerden. Sie sind häufig gereizt und aufbrausend. In größeren Gruppen oder Menschenmengen fühlen sie sich nicht wohl.

Ledum Anwendung

Ledum ist ein hilfreiches Mittel zur Behandlung von Hexenschuss mit starken, reißenden Schmerzen. Die Patienten können sich aus der gebeugten Haltung nicht befreien. Kalte Anwendungen bessern die Beschwerden.
Es ist das wichtigste Mittel zur Behandlung von Beschwerden nach Insektenstichen oder Tierbissen. Die betroffene Stelle ist kalt und gerötet. Der Patient hat jedoch das Gefühl, die Haut sei warm. Auflagen mit eiskaltem Wasser lindern die Schmerzen.
Ledum ist als Erste-Hilfe-Mittel nach einem Schlag auf das Auge sehr hilfreich.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Augenverletzung Blaues Auge nach einem Schlag. Besser durch kalte Umschläge.
Gicht Akuter Gichtanfall der großen Zehe. Stärkste Schmerzen und extreme Empfindlichkeit gegenüber Berührung. Das Grundgelenk der großen Zehe ist geschwollen, rot und warm. Der Anfall wird häufig ausgelöst durch Stress oder übermäßigen Alkoholgenuss. Besser durch kalte Umschläge oder ein kaltes Fußbad.
Hauterkrankungen Juckende und gerötete Haut mit bläschenartigem Ausschlag. Akne auf der Stirn mit stechenden Schmerzen in den Pickeln. Besser durch kalte Bäder oder Umschläge.
Hexenschuss Starke und reißende Schmerzen im Lendenbereich beim Aufrichten aus einer gebeugten Haltung. Die Bewegung ist eingeschränkt. Besser durch Kälte oder ein kaltes Bad.
Insektenstiche oder -bisse Starke Schwellung und Entzündung. Die Haut ist blass und fühlt sich kühl an. Der Patient selber hat das Gefühl, die Haut sei warm. Besser durch kalte Umschläge.
Rheumatische Beschwerden Geschwollene Gelenke mit blasser Hautfarbe. Beschwerden beginnen in den Beinen und wandern von unten nach oben. Schmerzen und Steifheit. Die Beschwerden treten kreuzweise auf, zum Beispiel linkes Kniegelenk und rechtes Schultergelenk. Besser durch Kälte, eiskalte Umschläge und Bäder. Schlimmer durch Bettwärme.
Zerrungen und Verstauchungen Prellungen und Verstauchungen mit großen Blutergüssen. Besser durch kalte Umschläge.

Verbesserung:

  • Kälte
  • Kalte Anwendungen
  • Ruhe

Verschlechterung:

  • Wärme
  • Warme Anwendungen und Bettwärme
  • Nachts
  • Alkohol
  • Bewegung

Weitere Anwendungshinweise

Ledum Wirkung

Ledum wirkt auf Gelenke, Nerven und Haut.

Ledum Dosierung

Zur Behandlung akuter Beschwerden können von der D6-Potenz alle halbe bis ganze Stunde jeweils 3 Globuli eingenommen werden. Die Tageshöchstdosis beträgt 6 mal 3 Globuli. Sobald sich die Beschwerden bessern, werden die Einnahmeabstände vergrößert.
Von der Potenz D12 können bis zu 2-mal täglich je 3 Globuli eingenommen werden. Bei Besserung der Beschwerden wird das Mittel nur noch 1-mal täglich eingenommen.

Ledum in der Schwangerschaft

Ledum wird bei Verstopfung in der Schwangerschaft eingesetzt. Die Frauen frieren sehr stark. Trotzdem bessert Kälte die Beschwerden.
Das Mittel kann auch bei Insektenstichen oder Hexenschuss während der Schwangerschaft angewendet werden.

Ledum für das Baby

Das Mittel wird Babys vor allem zur Behandlung von Insektenstichen oder Tierbissen gegeben. Die betroffene Hautpartie ist geschwollen und kalt. Auflagen mit kaltem Wasser können die Schmerzen lindern und die Schwellung zurückgehen lassen.

Ledum für Pferd, Hund und Katze

Ledum wird bei Tieren vor allem in der Behandlung von Stichverletzungen durch Nadeln, Gabeln, Insekten oder Nägeln eingesetzt.
Die Tiere sind unruhig und aufbrausend. Sie reagieren empfindlich auf Kälte.

Ledum Nebenwirkungen

Zu Ledum sind keine Nebenwirkungen bekannt. Eine Verschlechterung der Beschwerden kann in den ersten Tagen der Einnahme auftreten, sowie bei zu häufiger Einnahme. Das Mittel sollte dann nicht weiter gegeben werden.

Verwendung in Komplexmitteln

Ledum ist in folgenden Komplexmitteln enthalten:

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!