Gicht
Wann zum Arzt?
Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.
Bei der Gicht sammelt sich im Blut zu viel Harnsäure an. Ursache ist eine Erkrankung des Stoffwechsels. Im weiteren Verlauf bilden sich Harnsäurekristalle, die sich vor allem in den Gelenken ablagern und dort zu Beschwerden führen.
Passende homöopathische Mittel
Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Gicht beitragen kann.
| Beschwerden/Symptome | Mittel |
|---|---|
| Akuter Gichtanfall der großen Zehe. Stärkste Schmerzen und extreme Empfindlichkeit gegenüber Berührung. Das Grundgelenk der großen Zehe ist geschwollen, rot und warm. Der Anfall wird häufig ausgelöst durch Stress oder übermäßigen Alkoholgenuss. Besser durch kalte Umschläge oder ein kaltes Fußbad. | Ledum |
| Gichtanfall im großen Zeh nach dem Genuss von Alkohol. Tritt häufig nachts um 2 Uhr auf. Schlimmer durch Kälte und Druck. Besser durch Wärme und frische Luft. | Acidum benzoicum |
| Akuter Gichtanfall. Besonders häufig betroffen ist die rechte Großzehe. Kalte Anwendungen lindern die Schmerzen. | Arnica |
| Das betroffene Gelenk ist gerötet, warm und geschwollen. Die reißenden Schmerzen verschlimmern sich bei Berührung und Druck. Die Beschwerden treten meist sehr plötzlich mitten in der Nacht auf. Häufig ist das Grundgelenk der großen Zehe betroffen. | Harpagophytum |
| Die betroffenen Gelenke sind geschwollen und entzündet. Die Schmerzen verschlechtern sich durch Bewegung und durch leichte Berührung. | China officinalis |
| Die betroffenen Gelenke sind geschwollen und sehr berührungsempfindlich. Die Schmerzen verschlimmern sich durch Bewegung, Kälte und bei feuchtem Wetter. | Colchicum |
Häufige Fragen
Welche homöopathischen Mittel helfen bei Gicht?
Bei Gicht kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Ledum, Acidum benzoicum, Arnica, Harpagophytum, China officinalis. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.
Wie wird Gicht homöopathisch behandelt?
Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.
Welche Potenz wird bei Gicht in der Selbstbehandlung empfohlen?
Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Wann sollte ich bei Gicht zum Arzt gehen?
Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.
Hinweise zur homöopathischen Anwendung
Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.
Bitte beachten Sie:
Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!