Migräne
Wann zum Arzt?
Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.
Die Migräne ist eine der häufigsten Kopfschmerzarten. Sie tritt meist anfallsartig und nur auf einer Seite auf. Neben den Schmerzen können Licht- und Lärmempfindlichkeit, Sehstörungen oder Übelkeit auftreten.
Passende homöopathische Mittel
Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Migräne beitragen kann.
| Beschwerden/Symptome | Mittel |
|---|---|
| Einseitige Kopfschmerzen. Häufig in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen. Starke Licht- und Geräuschempfindlichkeit. | Ammi visnaga |
| Die Schmerzen treten auf nach Unterdrückung einer Ausscheidung oder eines Hautausschlages. Sobald eine Ausscheidung (zum Beispiel Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, Schnupfen) auftritt, bessern sich die Schmerzen. | Antimonium crudum |
| Die heftigen Kopfschmerzen treten über einem Auge auf und lösen Übelkeit und Erbrechen aus. | Ipecacuanha |
| Berstende Kopfschmerzen im ganzen Kopf. Das Gesicht ist gerötet. Die Schmerzen sind so stark, dass sie Übelkeit und Erbrechen auslösen können. Kopfschmerzen treten vor allem vor, während und nach der Menstruation auf. Kurz vor einem Migräne-Anfall kann Blindheit, Blitze oder Flimmern vor den Augen beobachtet werden. Verschlimmerung der Beschwerden durch geistige Arbeit und Grübeln. | Natrium chloratum |
| Wöchentlich auftretende Migräne mit Übelkeit und Erbrechen. Die Schmerzen beginnen am Morgen. Um die Mittagszeit sind sie am stärksten und abends nehmen sie wieder ab. Die Migräneschmerzen treten zunächst im Hinterkopf auf, breiten sich nach vorne aus und setzen sich über dem rechten Auge fest. Besserung der Schmerzen beim Liegen in der Dunkelheit. | Sanguinaria |
Häufige Fragen
Welche homöopathischen Mittel helfen bei Migräne?
Bei Migräne kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Ammi visnaga, Antimonium crudum, Ipecacuanha, Natrium chloratum, Sanguinaria. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.
Wie wird Migräne homöopathisch behandelt?
Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.
Welche Potenz wird bei Migräne in der Selbstbehandlung empfohlen?
Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Wann sollte ich bei Migräne zum Arzt gehen?
Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.
Hinweise zur homöopathischen Anwendung
Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.
Bitte beachten Sie:
Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!