Übelkeit
Wann zum Arzt?
Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.
Mit Übelkeit wird ein Unwohlsein im Magenbezeichnet, welches häufig vor dem Erbrechen auftritt. Ursachen für Übelkeit sind unter anderem Schwangerschaft, Magen-Darm-Erkrankungen, Verzehr von verdorbenen Nahrungsmitteln, sowie übermäßiger Alkoholkonsum.
Passende homöopathische Mittel
Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Übelkeit beitragen kann.
| Beschwerden/Symptome | Mittel |
|---|---|
| Völlegefühl, Schwindel und Übelkeit vor allem nach dem Genuss von Wein oder Eis. Magen fühlt sich nach dem Essen schwer wie ein Stein an. Schläfrigkeit nach dem Essen. Verlangen nach kalter Milch. | Rhus toxicodendron |
| Patienten ekeln sich vor warmen Mahlzeiten und vor Fleisch. Häufiges Verschlucken. Der Magen reagiert empfindlich auf den geringsten Druck. Übelkeit bei körperlichen Anstrengungen. | Silicea |
| Schwindel, Übelkeit und schwallartiges Erbrechen auf Reisen. Besonders die Kombination von Schlafmangel und kurvenreichen Strecken löst die Beschwerden aus. Übelkeit schon beim Geruch von Essen oder beim bloßen Gedanken daran. Die Patienten haben großen Durst auf kalte Getränke, besonders auf Bier. Aufstoßen und krampfartiges Gähnen begleiten die Übelkeit. |
Cocculus |
| Übelkeit nach Überessen, nach Fettem, nach dem Verzehr von Obst und nach schweren Mahlzeiten. Das Gesicht ist blass, die Wangen sind rot und die Zunge ist rein. Tritt häufig im Sommer auf. | Ipecacuanha |
| Nervöse Magenbeschwerden mit Übelkeit. Besserung der Beschwerden durch Aufstoßen. Verschlimmerung durch Husten. Verlangen nach Süßigkeiten. | Kalium phosphoricum |
| Seelisch bedingte Übelkeit, welche sich durch Essen bessert. | Graphites |
| Extreme Übelkeit mit oder ohne Erbrechen. Die Patienten fühlen sich sterbenselend. Sie werden blass und frieren sehr stark. Trotzdem bessern kühle Luft und Aufdecken des Bauches die Übelkeit. Zigarettenrauch und das Öffnen der Augen verschlimmern die Beschwerden. | Tabacum |
| Der Geruch gekochter Speisen, besonders von Fisch und Fleisch, löst Übelkeit aus. | Colchicum |
Homöopathische Komplexmittel
Häufige Fragen
Welche homöopathischen Mittel helfen bei Übelkeit?
Bei Übelkeit kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Rhus toxicodendron, Silicea, Cocculus, Ipecacuanha, Kalium phosphoricum. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.
Wie wird Übelkeit homöopathisch behandelt?
Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.
Welche Potenz wird bei Übelkeit in der Selbstbehandlung empfohlen?
Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.
Wann sollte ich bei Übelkeit zum Arzt gehen?
Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.
Hinweise zur homöopathischen Anwendung
Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.
Bitte beachten Sie:
Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!