Drosera

Andere Namen
Rundblättriger Sonnentau, Drosera rotundifolia
Stoffart
Heilpflanze
Typische Potenzen
Drosera wird in der akuten Behandlung vorrangig in den Potenzen D6 und D12 verwendet.
Hauptanwendungsbereiche
Husten, Keuchhusten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel

Inhaltsangabe

Erscheinung

Patienten, die Drosera benötigen, sind häufig übermäßig misstrauisch. Dieses Misstrauen besteht nicht nur gegenüber Fremden, sondern erstreckt sich auch auf die Familie und Freunde. Die Patienten sind gereizt und gehen schon bei Kleinigkeiten in die Luft. Sie haben Angst davor alleine zu sein.

Drosera Anwendung

Drosera wird hauptsächlich zur Behandlung von Hustenanfällen eingesetzt. Der Husten ist trocken, krampfhaft und kann sich bis zum Erbrechen steigern. Die Hustenattacken treten vor allem nachts auf, sobald die Patienten sich hinlegen. Das homöopathische Drosera gilt als bewährtes Mittel zur Behandlung von Keuchhusten.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Bewegungsstörungen Beim Greifen nach einem Gegenstand treten Krämpfe in den Händen auf.
Fieber Kein Durst während des Fiebers. Starker Ausfluss wässrigen Speichels. Das Gesicht ist heiß, während die Hände eiskalt sind.
Halsschmerzen Der Hals ist trocken und rau und neigt zur Verschleimung.
Husten Hustenanfälle mit Atemnot nach Mitternacht, sobald sich die Patienten hinlegen. Der Husten ist trocken und bellend. Die Patienten halten sich beim Husten die Brust. Der Husten kann Nasenbluten hervorrufen. Die Anfälle können so stark sein, dass sie Würgen und Erbrechen auslösen. Große Erschöpfung nach den Hustenattacken.
Kopfschmerzen Stechende Schmerzen im Bereich der Stirn. Schlimmer beim Bücken und beim Bewegen der Augen.
Schwindel Schwindel beim Aufenthalt im Freien. Die Patienten haben die Neigung nach links zu fallen.
Zahnschmerzen Stechende Zahnschmerzen nach dem Trinken von warmen Getränken.

Verbesserung:

  • An der frischen Luft
  • Druck

Verschlechterung:

  • Nach Mitternacht
  • Durch Hinlegen und beim Liegen
  • Wärme

Weitere Anwendungshinweise

Drosera Wirkung

Drosera wirkt hauptsächlich auf die Atemwege.

Drosera Dosierung

Zur Selbstbehandlung akuter Hustenanfälle hat sich die Potenz D6 bewährt. Zu Beginn wird das Mittel alle halbe Stunde gegeben, bis Besserung eintritt. Die Potenz D12 kann 1 bis 2-mal täglich gereicht werden, wenn der Husten nicht ganz so heftig auftritt.
Ein akuter Keuchhusten-Anfall eignet sich nicht zur Selbstbehandlung. Drosera kann allenfalls zur Linderung der Beschwerden bis zum Eintreffen des Notarztes eingesetzt werden.

Drosera in der Schwangerschaft

Drosera kann hilfreich bei Reizhusten während der Schwangerschaft sein. Die Patientinnen haben das Gefühl als säße eine Feder im Hals, welche zum Husten reizt. Der Kitzelhusten verschlimmert sich nach Mitternacht und in der Rückenlage. Sobald die Patientinnen angefangen haben zu Husten, können sie kaum mehr aufhören und beginnen schließlich zu Würgen und zu Erbrechen.

Drosera für das Baby

Das homöopathische Mittel kann in der Behandlung von Keuchhusten hilfreich sein. Häufig husten die Babys tagsüber gar nicht. Erst wenn man sie ins Bett legt und warm zudeckt, beginnen die Hustenanfälle. Diese halten sehr lange an und können die ganze Nacht über anhalten. Die Hustenanfälle werden durch einfaches Luftholen oder Sprechen ausgelöst und können Würgen und Erbrechen, sowie Nasenbluten auslösen. Die Kinder sind sehr erschöpft durch den Husten und frieren sehr stark. Selbst im warmen Bett lässt das Frieren nicht nach.

Drosera für Hund, Pferd und Katze

Drosera gilt als bewährtes Mittel zur Behandlung von Zwingerhusten bei Hunden. Die Hunde leiden unter heftigen und krampfartigen Hustenanfällen, sobald sie sich hinlegen. Der Husten ist trocken und scheint tief aus dem Bauch zu kommen.

Drosera Nebenwirkungen

Zu Drosera gibt es keine Hinweise auf Nebenwirkungen. Zu Beginn der Einnahme und bei Überdosierung kann es zu einer Verschlechterung von Symptomen kommen. Das Mittel sollte dann nicht mehr eingenommen werden.

Verwendung in Komplexmitteln

Drosera ist in folgenden Komplexmitteln enthalten:

Häufige Fragen

Wann wird Drosera eingesetzt?

Drosera wird in der Homöopathie vor allem bei folgenden Beschwerden angewendet: Husten, Keuchhusten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel.

Welche Potenzen von Drosera werden in der Selbstbehandlung empfohlen?

In der Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden vorrangig die Potenzen D6 und D12 verwendet. Typische Potenzen für Drosera: Drosera wird in der akuten Behandlung vorrangig in den Potenzen D6 und D12 verwendet..

Ist Drosera rezeptfrei erhältlich?

Drosera ist apothekenpflichtig und in den für die Selbstbehandlung üblichen Potenzen rezeptfrei erhältlich.

Kann ich Drosera selbst anwenden?

Bei leichten bis mittelschweren akuten Beschwerden ist eine homöopathische Selbstbehandlung mit Drosera möglich. Bei chronischen Erkrankungen, unklaren Symptomen oder ausbleibender Besserung wenden Sie sich bitte an eine Heilpraktikerin oder einen Arzt.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!