Bewegungsstörungen

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Bewegungsstörungen sind Störungen in der Bewegung, die durch Erkrankungen des Nervensystems entstehen. Die Patienten können die fehlerhaften Bewegungen nicht willkürlich steuern.

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Bewegungsstörungen beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Bewegungen sind unsicher, übertrieben, unregelmäßig oder eckig. Patienten greifen zu weit oder daran vorbei, wenn sie einen Gegenstand in die Hand nehmen möchten. Dinge werden fallen gelassen. Taumeln im Stehen oder Probleme beim Treppensteigen, wenn Patienten zu hoch treten.
Zittern und Zuckungen im Gesicht und in den Gliedern. Häufig diagonal auftretend. So sind etwa das rechte Bein und der linke Arm von den Bewegungsstörungen betroffen. Besserung der Zuckungen während des Schlafes.
Schmerzhafte Tics und Zuckungen, bei denen die betroffenen Teile kalt und steif werden.
Krampfhafte Zuckungen nach Ärger. Häufig bei Schulkindern, die ausgeschimpft werden.
Krämpfe nach Geschlechtsverkehr, besonders bei jungen und nervösen Frauen.
Vor dem Einsetzen der Krämpfe und Zuckungen müssen die Patienten herzhaft gähnen.
Verschlimmerung der Beschwerden durch Kälte, vor Gewitter und durch geistige Überanstrengung. Besserung durch langsame und sanfte Bewegung.
Agaricus muscarius
Die Patienten haben Schwierigkeiten beim Gehen. Der Rücken fühlt sich steif an, schmerzt und es besteht ein großes Schwächegefühl.
Zittern der Hände beim Essen. Je höher die Hände gehoben werden, desto stärker das Zittern.
Cocculus
Beim Greifen nach einem Gegenstand treten Krämpfe in den Händen auf. Drosera
Starke Ruhelosigkeit der Beine. Wachstumsschmerzen in den Beinen bei großen und schlanken Kindern. Calcium phosphoricum
Während der Nacht sind die Beine sehr unruhig und müssen ständig bewegt werden (Restless legs). Zincum metallicum
Starke Unruhe in den Beinen und den Füßen (Restless legs). Begleitend treten ziehende Schmerzen auf. Medorrhinum

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Bewegungsstörungen?

Bei Bewegungsstörungen kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Agaricus muscarius, Cocculus, Drosera, Calcium phosphoricum, Zincum metallicum. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Bewegungsstörungen homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Bewegungsstörungen in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Bewegungsstörungen zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!