Zahnschmerzen

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Zahnschmerzen werden meist durch Entzündungen, Verletzungen, Karies, Parodontose und durch Zähneknirschen hervorgerufen. Die Zahnung bei Kindern und der Durchbruch der Weisheitszähne bei Erwachsenen können ebenfalls Zahnschmerzen hervorrufen.

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Zahnschmerzen beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Zahnschmerzen begleitet von Hitzewallungen und starkem Schwitzen. Nach dem Essen Brennen oder Stechen in einem oder in mehreren Zähnen. Schlimmer durch kalte Luft und nachts. Silicea
Schlimmer durch kalte Luft, bei einer Erkältung, sowie nach dem Genuss von Kaffee oder Wein. Zusätzlich besteht ein verstärkter Speichelfluss. Nux vomica
Zähne sind extrem berührungsempfindlich und schmerzhaft. Besser durch Kauen von festen Lebensmitteln. Ignatia
Die Schmerzen sind ziehend und reißend. Durch Druck und Berührung verschlimmern sie sich. Abrotanum
Plötzlich auftretende, reißende Schmerzen in schlechten Zähnen. Schlimmer nachts. Besserung durch Liegen auf der schmerzhaften Seite. Hypericum
Nervenschmerzen auf der rechten Seite, vor allem beim Einschlafen. Capsicum
Stechende Zahnschmerzen nach dem Trinken von warmen Getränken. Drosera
Akute Zahnschmerzen, die besonders stark während der Nacht sind. Die Schmerzen sind pulsierend. Kalte Anwendungen und Reiben bessern die Schmerzen. Mercurius solubilis
Zahnschmerzen aufgrund vereiterter Zahnwurzeln oder nach dem Ziehen eines Zahnes. Die Schmerzen werden gelindert, wenn die Zähne zusammengebissen werden. Phytolacca
Akut auftretende stechende Zahnschmerzen, die durch eiskaltes Wasser im Mund gelindert werden. Sobald sich das Wasser im Mund erwärmt, werden auch die Schmerzen wieder schlimmer. Coffea
Die Zahnschmerzen sind heftig und werden begleitet von Schwellungen des Gesichts, vermehrtem Speichelfluss, Nervenschmerzen im Gesicht, Kopfschmerzen und Ohrenschmerzen. Die Schmerzen schießen hin und her. Auslöser der Schmerzen sind meistens wurzelkranke Zähne. Plantago major
Zahnschmerzen in den unteren Backenzähnen. Lycopus virginicus
Die Patienten leiden unter Zahnschmerzen, welche durch Wärme gelindert werden können. Essen ist nahezu unmöglich, da die geringste Berührung an den Zähnen die Schmerzen aufs unerträglichste gesteigert. Magnesium chloratum

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Zahnschmerzen?

Bei Zahnschmerzen kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Silicea, Nux vomica, Ignatia, Abrotanum, Hypericum. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Zahnschmerzen homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Zahnschmerzen in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Zahnschmerzen zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!