Alkoholmissbrauch

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Der Begriff Alkoholmissbrauch bezeichnet einen übermäßigen und schädlichen Konsum von Alkohol, der mit körperlichen, psychischen und sozialen Folgen für die Betroffenen einhergeht. Der Missbrauch von Alkohol bedeutet nicht zwangsläufig, dass schon eine Suchtproblematik vorliegt.

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Alkoholmissbrauch beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Folgen von chronischem Alkoholmissbrauch. Morgendliche Übelkeit und Erbrechen. Brennende Schmerzen. Patienten haben keinen Appetit, laufen ruhelos durch die Wohnung und zittern. Capsicum
Morgendliche Kopfschmerzen, aufgeblähter Bauch und Durchfälle. Die Patienten sind schwach und haben blaue Lippen. Carbo vegetabilis
Morgendliche Beschwerden nach übermäßigem Alkoholgenuss. Den Patienten ist schwindelig, sie leiden unter Kopfschmerzen und ihnen fallen Gegenstände aus der Hand, weil die Kraft zum Greifen fehlt. Cocculus
Erbrechen einer hellgelben Flüssigkeit oder Durchfall nach übermäßigem Biergenuss. Der Durchfall ist dünn und schaumig. Er tritt besonders am Morgen auf. Die Patienten sind schlecht gelaunt, gereizt, ängstlich und möchten alleine sein. Kalium bichromicum
Durch langanhaltenden Alkoholmissbrauch kann es zu Bewusstseinsstörungen mit hohem Fieber kommen. Das Gesicht ist fleckig und gerötet. Die Patienten fühlen eine brennende Hitze und schwitzen stark. In ihren Wahnvorstellungen sehen sie Tiere und Geister. Opium
Die Patienten sind im Alkoholrausch eifersüchtig, misstrauisch, gewalttätig und haben das Verlangen sich nackt auszuziehen. Auffällig ist das Greifen nach nicht sichtbaren Dingen in der Luft. Die Patienten murmeln vor sich hin. Sie fühlen sich verfolgt und bedroht. Während des Rausches können sie unfreiwillig Stuhl und Harn lassen. Hyoscyamus niger

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Alkoholmissbrauch?

Bei Alkoholmissbrauch kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Capsicum, Carbo vegetabilis, Cocculus, Kalium bichromicum, Opium. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Alkoholmissbrauch homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Alkoholmissbrauch in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Alkoholmissbrauch zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!