Erbrechen

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Beim Erbrechen spucken die Betroffenen den Mageninhalt in einem Schwall aus. Vor dem Erbrechen verspüren die Patienten Übelkeit, Brechreiz und auch Schwindel.

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Erbrechen beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Unstillbares Erbrechen (acetonämisches Erbrechen) bei Kleinkindern und Schulkindern. Die Kinder schreien hysterisch. Das Erbrechen wird durch Wut, Ärger oder Kummer ausgelöst. Chamomilla
Nach dem Essen kommt es zu lange anhaltender Übelkeit mit Erbrechen. Die Übelkeit wird durch das Erbrechen nicht gelindert. Ipecacuanha
Die Patienten leiden unter saurem Aufstoßen, Sodbrennen und erbrechen unverdaute Nahrung. Fleisch und saure Speisen und Getränke werden nicht vertragen. Die Patienten haben starken Durst und trinken große Mengen Wasser. Ferrum phosphoricum
Das Erbrochene ist dunkel und erinnert an Kaffeesatz. Begleitet wird das Erbrechen von heftigen Magenschmerzen. Conium maculatum
Übelkeit und Erbrechen großer Mengen. Die Patienten verspüren großen Durst auf kalte Getränke, erbrechen diese jedoch sofort wieder. Die geringste Bewegung verschlimmert die Beschwerden. Veratrum album
Starkes Erbrechen mit Bauchkrämpfen. Die Haut ist kalt und schimmert bläulich. Den Patienten ist trotzdem zu warm. Sie haben keinen Appetit, nur Durst auf kalte Getränke. Diese bessern die Übelkeit und das Erbrechen. Cuprum metallicum
Die Patienten leiden unter lange anhaltendem Erbrechen und Magenschmerzen. Auch Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme enthält das Erbrochene noch unverdaute Nahrungsreste. Typisch ist eine Verbesserung der Beschwerden durch Essen. Kreosotum

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Erbrechen?

Bei Erbrechen kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Chamomilla, Ipecacuanha, Ferrum phosphoricum, Conium maculatum, Veratrum album. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Erbrechen homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Erbrechen in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Erbrechen zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!