Schilddrüsenerkrankungen

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bildet die Schilddrüse zu wenig Hormone. Typische Symptome sind Gewichtszunahme und nachlassende Leistungsfähigkeit.
Im Gegensatz dazu werden bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vermehrt Hormone gebildet, was zu einer Gewichtsabnahme, Nervosität und Herzrasen führt. Eine Überfunktion kann auch durch ein Autoimmungeschehen (Morbus Basedow) hervorgerufen werden.
Durch Jodmangel kann es zu einer Vergrößerung der Schilddrüse kommen (Kropfbildung). Die Folgen können Atembeschwerden sein.
Entzündlichen Prozessen an der Schilddrüse liegt häufig ein Autoimmungeschehen zugrunde. (Hashimoto-Thyreoiditis).

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Schilddrüsenerkrankungen beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse (Morbus Basedow), welche mit unerträglichen Kopfschmerzen einhergehen. Die Patienten haben eine vergrößerte Schilddrüse, hervortretende Augen und eine erhöhte Herzfrequenz. Fucus vesiculosus
Funktionsstörungen der Schilddrüse mit Gewichtszunahme, Vergrößerung der Schilddrüse, Kropfbildung und starker Verstopfung. Fucus vesiculosus
Schilddrüsenvergrößerung in Verbindung mit Schwellungen der Halslymphdrüsen. Calcium carbonicum
Der Hals ist übermäßig empfindlich gegenüber Berührung. Ein Kragen oder Schal am Hals wird von den Betroffenen überhaupt nicht vertragen. Lachesis
Überfunktion der Schilddrüse mit Herzbeschwerden. Letztere treten meist nach Mitternacht auf. Die Patienten setzen sich zur Linderung auf. Häufig ist Kummer Auslöser der begleitenden Herzbeschwerden.
Schwellung der Schilddrüse, welche bis zum Kinn reichen kann.
Vergrößerung der Schilddrüse mit Anfällen von Atemnot. Verschlimmerung der Beschwerden durch Berührung und Druck.
Spongia
Vergrößerung der Schilddrüse, welche Würgen beim Schlucken hervorruft. Gefühl von einem Kloß im Hals mit dem Gefühl, ständig schlucken zu müssen. Graphites
Schilddrüsenüberfunktion mit hervortretenden Augen, Herzklopfen beim Hinlegen und Engegefühl in der Brust. Die Patienten sind unruhig und ängstlich. Sie können nachts nicht schlafen. Tagsüber sind sie dann müde und wie benommen. Sie verlieren Gewicht, obwohl sie ihre Essensgewohnheiten nicht verändert haben. Die Finger zittern und die Patienten schwitzen stark. Lycopus virginicus

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Schilddrüsenerkrankungen?

Bei Schilddrüsenerkrankungen kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Fucus vesiculosus, Calcium carbonicum, Lachesis, Spongia, Graphites. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Schilddrüsenerkrankungen homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Schilddrüsenerkrankungen in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Schilddrüsenerkrankungen zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!