Kalium phosphoricum

Andere Namen: Kaliumhydrogenphosphat

Stoffart: Mineralsalz

Typische Potenzen: Kalium phosphoricum wird häufig in den Potenzen D6 und D12 angewendet.

Hauptanwendungsbereiche: Erschöpfung, Burn-Out, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Durchfall, Bettnässen

Inhaltsangabe

Erscheinung

Kalium phosphoricum-Patienten sind erschöpft und müde. Sie sind sehr unruhig, reizbar und erschrecken bei dem geringsten Geräusch. Die Beschwerden werden durch geistige Anstrengung hervorgerufen. Selbst kleine Aufgaben werden als übermäßig schwer und nicht zu bewältigen empfunden.

Kalium phosphoricum Anwendung


Hauptsächlich findet das homöopathische Kalium phosphoricum Anwendung in der Behandlung von Erschöpfungszuständen. Das Mittel ist häufig bei jungen Menschen angezeigt, welche durch lange Phasen geistiger Anstrengung geschwächt sind. Die Patienten fühlen sich selbst von kleinen Aufgaben überfordert.
Aber auch lang anhaltende seelische Krisen können die typische Erschöpfung hervorrufen. Die Überlastung entwickelt sich durch Kummer, Sorgen oder Ärger über einen langen Zeitraum hinweg.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
AsthmaNervös bedingtes Asthma. Die Atemnot verschlimmert sich durch die geringste Nahrung.
AugenentzündungenDie Augen tränen, brennen und stechen. Es fließt ein gelbgraues, milchiges Sekret aus den Augen. Die Augenlider hängen herab, besonders auffällig ist dies am linken Augenlid. Das Sehvermögen ist geschwächt. Die Patienten sehen schwarze Punkte vor den Augen.
BettnässenHartnäckiges nächtliches Einnässen bei nervösen und sehr schnell erregbaren Kindern.
DurchfallMorgendliche, wässrige und schmerzlose Durchfälle. Häufig durch nervöse Anspannung oder einen Schreck ausgelöst. Die Patienten sind niedergeschlagen und erschöpft.
ErschöpfungGeistige und körperliche Erschöpfung nach übermäßiger und lang andauernder Belastung, sowie nach langen und erschöpfenden Erkrankungen. Die Patienten sind nervös, schnell gereizt, unruhig und überempfindlich. Beim geringsten Geräusch zucken sie erschreckt zusammen.
Grippale Infekte/ErkältungHeftiges Niesen und starker Juckreiz in der Nase. Schlimmer um 2 Uhr nachts.
KopfschmerzenKopfschmerzen im Hinterkopf durch geistige Anstrengung. Verschlimmerung während der Nacht , sowie vor und während der Menstruation. Nach dem Aufstehen und durch langsame Bewegung bessern sich die Schmerzen. Begleitet werden die Kopfschmerzen durch Hunger in Verbindung mit einem Leere- und Schwächegefühl im Magen.
LampenfieberAngst, die Aufgabe oder die Arbeit nicht zu schaffen. Selbst geringste Anforderungen werden als nicht machbar erlebt. Arme und Beine zittern. Das Herz klopft und die Patienten erröten. Besonders schlimm werden die Beschwerden, wenn ihnen jemand über die Schulter schaut.
MagenbeschwerdenPatienten haben nur Appetit auf Süßigkeiten. Eine besondere Abneigung besteht gegenüber Brot und Fleisch. Trotz der Appetitlosigkeit plagt die Patienten großer Hunger, der auch schon bald nach dem Essen wieder auftritt.
NervenschmerzenZiehende Schmerzen in der rechten Gesichtshälfte. Kalte Anwendungen bessern die Schmerzen.
OhrenentzündungenChronische Mittelohrentzündungen mit stinkendem, bräunlichen Ausfluss und chronischen Schmerzen. Verschlimmerung morgens und bei Kälte. Die Mittelohrentzündung kann von einem Summen und Brummen in den Ohren, sowie von Schwerhörigkeit begleitet werden.
ScheidenausflussOrangefarbener, stinkender und regelmäßig wiederkehrender Ausfluss.
SchlafstörungenSchwierigkeiten beim Einschlafen. Hitzegefühl während des Schlafes und beim Erwachen. Tagsüber benommen und schläfrig.
SchwindelSchwindel beim aufwärts blicken, beim Aufsetzen, im Stehen und wenn man in die Sonne sieht.
ÜbelkeitNervöse Magenbeschwerden mit Übelkeit. Besserung der Beschwerden durch Aufstoßen. Verschlimmerung durch Husten. Verlangen nach Süßigkeiten.

Verbesserung:

  • Langsame Bewegung
  • Essen
  • Schlaf
  • Wärme
  • Ruhe

Verschlechterung:

  • Ärger
  • Sorge
  • Schreck
  • Aufregung
  • Körperliche und geistige Überlastung
  • Berührung
  • Kälte
  • Essen
  • Morgens

Weitere Anwendungshinweise

Kalium phosphoricum Wirkung

Kalium phosphoricum wirkt auf das zentrale Nervensystem, die Atemwege und den Verdauungstrakt.

Kalium phosphoricum Dosierung

Akut auftretende Beschwerden werden mit der Potenz D6 behandelt. Das Mittel kann in dieser Potenz bis zu 5-mal täglich gegeben werden. Bei Bedarf kann Kalium phosphoricum D6 in Abständen von 10 Minuten gegeben werden, bis eine Besserung der Beschwerden eintritt. Danach werden die Einnahmeabstände vergrößert.
Beschwerden, die sich langsam entwickeln werden häufig mit der Potenz D12 behandelt. Dazu werden 1 bis 2-mal täglich jeweils 3 Globuli eingenommen. Bei Beschwerdefreiheit wird das Mittel nicht weiter eingenommen.

Kalium phosphoricum in der Schwangerschaft

Kalium phosphoricum kann während der Schwangerschaft zur Behandlung von Erschöpfungszuständen und depressiven Verstimmungen eingesetzt werden. Besonders während und nach der Geburt sind die Frauen übermäßig erschöpft und müde. Eine besondere Herausforderung ist für sie das Stillen, welches sehr an ihren Kräften zehrt. Bei Erschöpfungszuständen durch die besondere Belastung eines Schreikindes findet Kalium phosphoricum häufig Verwendung.

Kalium phosphoricum für das Baby

Kalium phosphoricum findet Anwendung, wenn sehr sensible Babys Schlafprobleme haben. Nach anregenden Tagen wachen Sie nachts auf, weil sie durch Alpträume geplagt werden. Sie wachen schreiend und voller Angst auf und finden nur unter großen Schwierigkeiten wieder in den Schlaf.
Nervöse und schreckhafte Babys werden häufig mit Kalium phosphoricum behandelt. Beim geringsten Geräusch fahren sie erschreckt zusammen.
Zum Arzneibild gehören auch Mittelohrentzündungen mit stinkenden, bräunlichen Absonderungen. Morgens und bei Kälte sind die Schmerzen der Babys am schlimmsten.

Kalium phosphoricum für Hund, Pferd und Katze

Das homöopathische Kalium phosphoricum wird bei erschöpften, apathischen und schreckhaften Tieren zur Behandlung eingesetzt. Die Tiere sind sehr kälteempfindlich und abgemagert.
Bei Aufregung leiden die Tiere unter nervöser Übelkeit und Erbrechen. Zahnschmerzen und schwammiges, leicht blutendes Zahnfleisch gehören zum Wirkspektrum von Kalium phosphoricum. Die Tiere haben einen übel riechenden Mundgeruch, die Zunge ist gelb belegt und es bestehen Schwierigkeiten beim Fressen und Trinken. Kalium phosphoricum ist eher für jüngere als für ältere Tiere geeignet.

Kalium phosphoricum Nebenwirkungen

Zu Kalium phosphoricum gibt es keine Beobachtungen bezüglich Nebenwirkungen. Die Einnahme sollte nicht weiter fortgeführt werden, wenn es zu einer Verschlechterung der Symptome kommt. Dies kann in den ersten Tagen der Einnahme und bei Überdosierung der Fall sein.

Verwendung in Komplexmitteln

Kalium phosphoricum ist in folgenden Komplexmitteln enthalten:

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Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Autorin: Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!