Rückenschmerzen

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Rückenschmerzen können akut oder chronisch auftreten und die unterschiedlichsten Ursachen haben. Verletzungen, Verschleißerscheinungen, Verspannungen, emotionaler Stress, Übergewicht, Fehlbelastung, Entzündungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates sind mögliche Auslöser für Rückenschmerzen.

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Rückenschmerzen beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Schmerzen im Bereich der Lendenwirbel und des Kreuzbeins, begleitet von Steifheit. Schlimmer im Liegen und im Sitzen. Besser beim Liegen auf einer harten Unterlage, durch Wärme oder bei Bewegung. Rhus toxicodendron
Schmerzen im Lendenwirbel- und Kreuzbereich. Besser durch Liegen auf einer harten Unterlage. Vor und während der Menstruation. Sepia
Die starken und lang anhaltenden Rückenschmerzen werden als kribbelnd und stechend beschrieben. Sie sind am schlimmsten nachts im Bett. Um sich im Bett trotz der Schmerzen umdrehen zu können, müssen sich die Patienten aufrichten. Fieber und Stuhldrang verschlimmern die Schmerzen. Nux vomica
Schmerzen im gesamten Rücken und im Bereich des Ischiasnerves. Die Schmerzen ziehen bis in die Hüften und die Oberschenkel. Erschwerte Atmung bei Rückenschmerzen im Brustbereich. Steifheitsgefühl im Rücken. Verschlimmerung im Liegen, zu Beginn der Bewegung. Besser bei fortgesetzter Bewegung und durch festen Druck. Ruta
Schmerzen im unteren Rückenbereich in Verbindung mit einem Gefühl großer Schwäche. Schlimmer beim Treppensteigen. Calcium carbonicum
Die Schmerzen treten sehr plötzlich auf. Sie sind nachts schlimmer und bessern sich durch Bewegung. Abrotanum
Steifheit im Nacken und im Rücken. Der Rücken schmerzt und fühlt sich müde an. Schlimmer im Liegen und durch Kälte. Besser durch körperliche Bewegung. Adonis vernalis
Rücken im Bereich des Kreuzbeins mit dem Gefühl, als würde der Rücken zerbrechen. Besonders schlimm beim Aufstehen. Patienten sind erst nach mehreren Versuchen in der Lage, aufzustehen.
Gehen und Bücken verschlimmert die Beschwerden. Bei fortgesetzter Bewegung lassen die Schmerzen nach.
Aesculus
Schmerzender Rücken durch heftige und ruckartige Bewegung. Symphytum
Schmerzen im unteren Rücken. Betroffen ist die Region über den Nieren. Der Schmerz ist dumpf. Solidago
Der Rücken schmerzt beim Sitzen im Bereich der oberen Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen sind brennend und gehen mit einem Schwächegefühl einher. Zincum metallicum
Reißende und ziehende Schmerzen im Bereich der Brust- und der Lendenwirbelsäule. Auslöser der Beschwerden sind Abnutzungserscheinungen. Harpagophytum

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Rückenschmerzen?

Bei Rückenschmerzen kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Rhus toxicodendron, Sepia, Nux vomica, Ruta, Calcium carbonicum. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Rückenschmerzen homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Rückenschmerzen in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Rückenschmerzen zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!