Hautbeschwerden

Wann zum Arzt?

Homöopathische Selbstbehandlung eignet sich für leichte bis mittelschwere akute Beschwerden. Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr bitte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Im Notfall: 112.

Der Begriff Hautbeschwerden fasst viele Erkrankungen mit Veränderungen der Haut zusammen. Dazu gehören unter anderem Juckreiz, Ausschlag, Entzündungen oder auch Pigmentstörungen.

Passende homöopathische Mittel

Finden Sie anhand der nachfolgenden Beschwerden und Symptome das passende homöopathische Mittel, das zur Besserung bei Hautbeschwerden beitragen kann.

Beschwerden/SymptomeMittel
Trockene Haut und starker Juckreiz. Die Haut neigt zu Rissbildung. Die Beschwerden verschlimmern sich in der Kälte. Besserung im Freien und durch kaltes Waschen. Alumina
Entzündung der Haut und der Schleimhäute mit oder ohne Blasenbildung und brennenden Schmerzen. Die betroffene Haut ist hochgradig berührungsempfindlich, rot und geschwollen. Cantharis
Schlecht heilende Haut. Immer wiederkehrende Furunkel. Offene Wunden am Bein (Ulcus cruris) bei älteren Menschen. Bläschen auf der Haut, die mit Eiter gefüllt sind. Echinacea
Die Haut juckt, brennt und beißt nach dem Baden. Bellis perennis
Nässender Hautausschlag mit Juckreiz. Die Haut ist trocken und wirkt schmutzig. Vom Ausschlag ist vor allem der Rumpf betroffen. Die Hautbeschwerden verschlimmern sich durch den Kontakt der Haut mit Wolle oder Wasser. Nach dem Kratzen ist der Juckreiz nicht gelindert, sondern noch stärker.
Hautausschlag nach Antibiotika-Einnahme.
Sulfur
Die Haut wirkt blass und ungesund. Selbst kleinste Verletzungen eitern sehr schnell. Borax
Kleine rote Hautflecken oder Blasen. Die Haut juckt sehr stark und zwingt die Patienten zu kratzen. Das Hautjucken kann so stark sein, dass es Erbrechen auslöst. Ipecacuanha
Akne infolge von Kummer. Juckreiz am Kopf an den behaarten Stellen mit vielen kleinen Schuppen. Einrisse in den Mundwinkeln und der Mitte der Unterlippe. Krustige Ausschläge hinter den Ohren. Natrium chloratum
Heftiger Juckreiz an verschiedenen Stellen des Körpers. Verschlimmerung während der Nacht und beim daran denken. Medorrhinum
Die Patienten leiden unter heftigem Juckreiz. Nach dem Kratzen verschwindet der Juckreiz zwar an der betroffenen Stelle, dafür tritt er dann an anderer Stelle neu auf. Der Juckreiz tritt entweder ohne weitere Veränderungen der Haut bei älteren Patienten oder aber in Verbindung mit Hautausschlägen auf. Durch Bettwärme und im warmen Zimmer verschlimmert sich der Juckreiz. Mezereum
Die Haut ist schuppig. Wenn die Schuppen abfallen, hinterlassen sie weiße Stellen. Dort bilden sich im weiteren Verlauf häufig Geschwüre. Piper methysticum
In den Gelenkbeugen ist die Haut rissig, wund und neigt zu Eiterungen. Die Patienten verspüren einen starken Juckreiz, der sich durch Kratzen lindern lässt. Manganum sulfuricum

Homöopathische Komplexmittel

Häufige Fragen

Welche homöopathischen Mittel helfen bei Hautbeschwerden?

Bei Hautbeschwerden kommen in der Homöopathie u.a. folgende Mittel in Frage: Alumina, Cantharis, Echinacea, Bellis perennis, Sulfur. Welches Mittel im Einzelfall passt, hängt von den genauen Symptomen, dem Verlauf und den individuellen Begleitumständen ab.

Wie wird Hautbeschwerden homöopathisch behandelt?

Die Auswahl des passenden Mittels richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Wichtig sind Lokalisation der Beschwerden, Auslöser, Verlauf, Begleitsymptome sowie Faktoren, die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern.

Welche Potenz wird bei Hautbeschwerden in der Selbstbehandlung empfohlen?

Für die Selbstbehandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6 und D12 verwendet. Bei einer akuten, heftigen Verschlechterung kann auch eine einmalige Gabe der C30-Potenz sinnvoll sein. Bei chronischen Verläufen sollte die Behandlung von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden.

Wann sollte ich bei Hautbeschwerden zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, plötzlicher Verschlechterung, Atemnot, starken Schmerzen, blutigem Auswurf, Bewusstseinsstörungen oder bei Säuglingen unter einem Jahr ist umgehend ärztliche Hilfe nötig. Im Notfall: 112.

Hinweise zur homöopathischen Anwendung

Bevor Sie ein homöopathisches Mittel selbst anwenden, lesen Sie bitte die folgenden Hinweise – sie helfen Ihnen, das passende Mittel zu wählen, richtig zu dosieren und die Grenzen der Selbstbehandlung einzuschätzen.

Heilpraktikerin Ulrike Schlüter

Fachlich geprüft & verfasst von

Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin & Medizinjournalistin · Eifel

Seit fast 30 Jahren begleitet mich die Homöopathie auf meinem Lebensweg. Die sanfte und schnelle Wirkung homöopathischer Mittel bei einer eigenen Erkrankung hat mich beeindruckt und meine berufliche Laufbahn tiefgreifend geprägt. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungen und der praktischen Arbeit in eigener Heilpraktiker-Praxis habe ich mich zu einer Expertin auf dem Gebiet der Homöopathie entwickelt. Mein heutiger Schwerpunkt liegt in der Wissensvermittlung – in Kursen, Artikeln und der Begleitung von Familien zu mehr Selbstwirksamkeit in Gesundheitsfragen.

  • Zweijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie
  • Frauenspezifische Beschwerden in der homöopathischen Praxis
  • Homöopathische Begleitung psychischer Erkrankungen
  • Sehgal-Methode in der Homöopathie
  • Intensiv-Training homöopathischer Akutbehandlung
  • Homöopathische Behandlung von Kindern

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!